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26. Mai 2019
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Wissenschaft

Mit der NASA auf der Suche nach erdähnlichen Exoplaneten

Die Erde ist vielleicht unser Zuhause, aber sie ist nicht allein.

Wenn man sich die Nachbarn der Erde ansieht kann man sagen, dass wir uns auf dem lebenswertesten aller Planeten in unserem Sonnensystem befinden. (Lieber Mars, hör also auf uns zu locken!.)
Aber obwohl die Erde in ihrer Fähigkeit Leben zu ermöglichen einzigartig erscheint, ist sie wahrscheinlich nicht der einzige Planet im Universum mit dieser Besonderheit.

Es gibt sehr viele solcher anderer Planeten, sogenannte Exoplaneten, die ebenso nur felsige Kugeln so wie unsere Erde sind und in völlig anderen Sonnensystemen ihre eigenen Sterne umkreisen. Wenn diese Planeten in der sogenannten Goldlöckchen-Zone existieren – der Orbitalabstand zum eigenen Stern, der nicht zu heiß und nicht zu kalt für die richtigen Temperaturen sorgt – dann könnten durchaus die Bedingungen bestehen (zusätzlich zum vorhandenen flüssigen Wasser auf ihrer Oberfläche) um Leben zu ermöglichen.
In diesem Rauschgut-Artikel werfen wir einen Blick auf die Jagd der NASA nach Exoplaneten und die Rolle die das Raumschiff Kepler bei der Jagd auf “Erdanaloge” gespielt hat.

Kepler wurde 2009 gestartet und hat mehr als 2.600 bestätigte Exoplaneten sowie weitere 2.700 potenzielle Kandidaten gefunden. Bei der Suche nach Sternen in verschiedenen Sonnensystemen und der Suche nach Einbrüchen in der Helligkeit des Sterns, die darauf hindeuten, dass ein Planet vor dem Stern vorbeizieht, werden diese Planeten von Kepler gefunden. Aus diesen Informationen können wir dann die Größe des Planeten und seiner Umlaufbahn berechnen. Mit weiteren Informationen über den Stern in diesem speziellen Sonnensystem können wir herausfinden, ob der Planet bewohnbar wäre.

Identifying Planets
Diese Grafik veranschaulicht, wie ein Stern das Licht eines Hintergrundsterns vergrößern und aufhellen kann, wenn er vor dem fernen Stern vorbeikommt. Wenn der Vordergrundstern Planeten hat, dann können die Planeten auch das Licht des Hintergrundsterns vergrößern, allerdings für einen viel kürzeren Zeitraum als ihr Wirtsstern. Astronomen verwenden diese Methode, die Gravitationsmikrolinse genannt wird, um Planeten zu identifizieren. Links: NASA Pressemitteilung Simulation von Gravitationsmikrolensoren (Video)
Credits: NASA, ESA und A. Feild (STScI)

Auch wenn Kepler eine hervorragende Erfolgsrate bei der Suche nach Planeten hat, die möglicherweise unserem eigenen ähneln, könnte er bald das Ende seines Lebens erreichen. Die Raumsonde befand sich im Schlafmodus und verließ ihn, um Treibstoff zu sparen und sicherzustellen, dass ihre Beobachtungsdaten sie zur Erde zurückbringen.

Aber selbst wenn Kepler in das große Jenseits hinausschwimmt, wird unsere Jagd nach den Cousins der Erde noch nicht vorbei sein. Im Juli, als Kepler erneut in den Winterschlaf versetzt wurde, begann die NASA, den Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) vor seiner eigenen Planetenjagdmission zu testen.

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