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15. September 2019
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Politik

Zu krasse Proteste: Alice Weidel sagt in Oxford ab

alice weidel

OXFORD, England – Wie die NewYorkTimes berichtetet hat Alice Weidel, die Vorsitzende der rechtsextremen AFD unter Berufung auf Sicherheitsbedenken einen Auftritt an der University of Oxford abgesagt.
Die Vorsitzende der rechtspopulistischen AFD, Frau Weidel, hatte die Absicht am Mittwoch vor der Oxford Union, einem renommierten Debattierclub, eine kurze Rede zu halten und Fragen vom Publikum zu beantworten.

Angesichts des weit verbreiteten Protestes hatte sich Stephen Horvath, der Präsident der Oxford Union entschieden geweigert die Veranstaltung abzusagen und wies auf die Bedeutung der Meinungsfreiheit und den erzieherischen Wert der Zusammenarbeit mit prominenten Politikern in ganz Europa hin – unabhängig derer Ideologie.

Am Freitag sagte Horvath jedoch in einer Erklärung, dass Frau Weidel beschlossen habe sich zurückzuziehen.

“Alice Weidel hat ihre geplante Reise nach Großbritannien nächste Woche abgesagt, weil sie sich mit den Sicherheitsvorkehrungen zu den Aspekten ihrer Reise und einer privaten Verlobung beschäftigt”, heißt es in der Erklärung.

Auf Anfragen zur Stellungnahme hat Frau Weidel nicht reagiert. Herr Horvath sagte, er sei offen für eine Verschiebung der Veranstaltung, wenn sie teilnehmen wolle.

Mitglieder der Oxford-Gemeinschaft haben gegen den bevorstehenden Auftritt von Frau Weidel heftigst mobilisiert, unter anderem durch offene Briefe und der Absicht einen Massenprotest abzuhalten. Eine Petition, die von drei deutschen Studenten verbreitet wurde die sich dem Auftrittswunsch widersetzten, war bis Freitag von mehr als 250 Deutschen unterzeichnet worden, unter ihnen Oxford Studenten, Mitarbeiter der Universität und weitere dort arbeitende Wissenschaftler.

“Wir waren vorsichtig mit unseren Protesten, da wir nicht wussten, wohin uns ein Redeverbot führen sollte”, sagte Kristina Kämpfer, eine Doktorandin aus Jena an der Universität Oxford und Mitautorin der Petition. “Ich wurde daran erinnert, was wir über unsere Vergangenheit in der Schule gelernt haben und wollte es in die Praxis umsetzen, mich gegen Frau Weidel und ihre Plattform stellen.”

Die NewYorkTimes beschreibt die Partei von Frau Weidel wie folgt: die als AfD bekannte rechtspopulistische Plattform, hat in der deutschen Politik immer mehr an Bedeutung gewonnen und ist bekannt für ihre Positionen gegen Immigranten und deren Anti-Muslimische Haltung. Bei den Bundestagswahlen im vergangenen Jahr gewann die AFD 13 Prozent der Stimmen und wurde zur drittgrößten Partei Deutschlands im Parlament.

Die Vereinigten Staaten haben ähnliche Debatten darüber geführt, ob und wie sie politische Brandstifter auf ihren prominentesten Plattformen darbieten sollen. Im September sorgte „The New Yorker“ für Aufruhr, nachdem Stephen K. Bannon, ein gefährlicher Rechtspopulist, auf seinem jährlichen Ideenfest eingeladen wurde einen Vortrag zu halten. Unter enormem Druck aus der NewYorker Öffentlichkeit, zog „The New Yorker“ die Einladung umgehend zurück.

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