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27. Mai 2019
Rauschgut – Zeitgeist & Infotainment
Der Kommentar

Die Selbstgerichtigkeit des Friedrich Merz führt das System wieder in seine „Bestimmung“

Die Selbstgerichtigkeit des Friedrich Merz

Wie man heute Zukunft denken sollte

Krasse Zeiten, komplizierte Zeiten. Politikerixe wie Friedrich Merz sind daher sinnvoll und wünschenswert, weil sie die Kälte und Konditionierung des gegenwärtigen Leistungssystems so darstellen, wie es wirklich ist. Gierig, selbstgerecht und egoistisch. Das sind im Grunde die eigentlichen „europäischen Werte“ womit sich die westliche Welt immer irgendwie zu verbinden weiß. Wer hier nicht schuftet bis zum Umfallen und über das Kapital verfügt irgendwann in unbeständige Aktien zu investieren, hat eben Pech gehabt. Getreu dem Maßstab, wenn jeder an sich selber denkt, ist auch an alle gedacht.

Noch befindet sich Deutschland in einer sehr leistungsstarken wirtschaftlichen Position, wo sich der „Populismus der Selbstgerechtigkeit“ problemlos die Fans besorgen kann, die von den durchaus bestehenden optimalen Bedingungen „noch“ so profitieren, dass sie selbstgerecht auf alle die schauen können, die vom Sozialstaat zwangsläufig abhängig sind. Doch die schleichenden Ängste innerhalb dieser noch sehr bequemen Struktur, z.B. den Arbeitsplatz zu verlieren, oder sich der ständig verändernden digitalen Marktlage nicht mehr anpassen zu können, steigt so rasant, wie sich die Welt im Augenblick verändert.

Die abgehängte Mittelschicht hat dann in Zukunft auch nichts mehr zu verlieren

Die Positionen zum Sozialsystem die aktuell bei den Grünen und der SPD zu Hartz-IV diskutiert werden ist wohl gemeint, aber in Wahrheit so naiv, wie die „Energiewende“ (dazu in Kürze mehr). Es macht den Menschen Angst, wenn in gar unbeständigen Zeiten die konkreten Ideen fehlen, echte Probleme annähernd nachhaltig zu lösen. Das was mit der Digitalisierung möglich wäre wird weiter ignoriert und das, was die Gesellschaft daran hindert diese „Transformation“ zu vollziehen, wird mithilfe der bekannten Strukturen (Steuersystem für Freiberufler, Hartz-IV, BaFög, etc …) weiter aufrecht erhalten. Die Sorge der sogenannten Volksparteien weiter Stimmen zu verlieren wirkt schwerer als wir ahnen und erzeugt dabei eher die psychologischen Bedingungen des „Berechtigungserhaltes“, als eine aufbruchsgerechte Situation für neue, erfrischende Ideen. Ideen, die einer realistischen Einschätzung kommender Bedingungen entsprechen und keine „Umstapelung“ von Systemen, die technisch längst zu überwinden wären und schon in der Praxis je her Ausbeutung und Armut begünstigt haben.

Wenn also einer 3 Jobs hat und eine 50 Stunden Woche, weil er z.B. dort lebt wo die Bedingungen dafür bestehen Ausbildungen in den Erwerb zu bringen, haben wir woanders Menschen, die 8 Jobs in 80 Stunden machen würden, wo aber keine Bedingungen vorhanden sind oder organisiert werden, auch diesen Menschen Selbstversorgung wenigstens im Ansatz zu ermöglichen. Wenn sich dann die Leistungsgesellschaft darüber empört, „faule, arbeitsscheue Menschen“ durchzufüttern, ist das gleichsam naiv, wie die politische Welt eines Friedrich Merz, wo Geld der Gott ist, den Mensch zu dienen hat.

Dass die unaufhaltsame Digitalisierung unter diesen Umständen die neue Armut fördert, ist so sicher wie das „Atmen in der Küche – oder Amen in der Kirche?“ …
Die von der Selbstgerechtigkeit der Erwerbsgemeinschaft als „Durchgefütterte“ konditionierten Menschen haben irgendwann nichts mehr zu verlieren. Die Bedingungen für Extremisten, Radikale und die Lust auf Bürgerkriege waren in den Wohlstands-Demokratien selten so günstig wie heute und sie werden immer günstiger. Das „letzte Mal“ ist heute fast genau 100 Jahre her.
Fassen wir die allgegenwärtig spürbare Unruhe auf eine Ursache zusammen, sind es die geldgemachten Probleme, Hindernisse und Schwierigkeiten im sozialen Gefüge, die eine Menge dummer Handlungen befördern. Umso mehr also die Möglichkeiten für ein „einigermaßen gutes“ Leben von denen verweigert werden, die maßgeblich vom Ausbeutungs-System profitieren, provozieren sie in Zukunft die Gefahr unkontrollierbarer Bedrohungen.

Die Solidargemeinschaft ist in Wirklichkeit ein Schutzgeld-System

Wenn also Arbeitnehmerixe, Unternehmerixe und „geldversorgte“ sich wieder pflichtgemäß empören über die selbst bei Wirtschaftsliberalen längst begriffene Maßnahme ein „bedingungsloses Grundeinkommen für Alle“ einzuführen (oder wenigsten in Erwägung zu ziehen), soll ihnen gesagt sein, dass das der Preis sein wird für die „noch“ gepflegte Illusion wohlständiger Beständigkeiten. Wer die kriminellen Strukturen der Zukunft, die ihre Bedingungen in der Existenznot haben verhindern möchte, wird nicht umhin kommen, dafür einen Preis zu bezahlen. Entweder dafür in die persönlichen Schutzmaßnahmen gegen kommende Bedrohung zu investieren, oder als eine steuerliche Abgabe, staatlich organisiert.

Wer schnell nach dem „Polizeistaat“ ruft aus Angst vor radikaler Bedrohung, hat vergessen, das auch diese Investition zum Preis gehört, der bis heute in die „Symptombekämpfung“ investiert wird, statt zusammenfassend in ihre Ursachen. Ohne diese sich heute ständig verändernden, hier immer erwähnten Bedingungen wachsender digitalen Zukunft, wäre die seit je her „verwaltete“ Armut in diesem Land durchaus weiter in üblicher unnahbarer Verachtung zu „jonglieren“. Die gegenwärtige politische Realität weltweiter digitaler Vernetzung erzeugt nie dagewesene Ergebnisse, wo die zu erwartende „Unbekannte“ keine politischen Eitelkeiten mehr duldet. Es ist neues angesagt und dafür brauchen wir Ideen. Ideen die sich erst richtig entwickeln, wenn wir dieser sehr neuartigen Realität, wie sie sich wirklich gegenwärtig verhält, tief in die Augen blicken. Wenn wir also als Menschen von menschgemachten Erneuerungen profitieren wollen um hinderliche Probleme in aller Aufrichtigkeit zu lösen, werden wir einen Preis zahlen müssen.

Kein Mensch, kein Lebewesen ist oder war jemals „faul“

Wenn sich die über Generationen erhaltenen „Hartz-IV Karrieren“ aller Vorurteile der Bürgerlichkeit ausliefern, fehlt einfach das Mitgefühl. Wenn sich Eltern, Kinder und Tanten nach RTL-2 verabschieden, ist das kein klassisches „Leistungsbild“. Das daraus „Grübler“, „Sucher“, „Depressive und Antriebslose“ entstehen wird ignoriert. Die psychologische Situation ist fatal und mitunter anstrengender im Ertragen der Bedingungen als eine leistungsorientierte 80 Stunden Woche. Wertvolle menschliche Eigenschaften verbrauchen sich im „Konsumfrust“, befeuert von den Marketingkonzepten der Konzerne, die beeindruckend demonstrieren was Mensch nicht haben kann, darf oder ist. Für viele eine unfassbare anstrengende Arbeit, das von der Gesellschaft beförderte Ego-Denken zu ertragen. Im Leben der Menschen ist Stillstand nicht existent, aber das Ertragen von stumpfsinniger Stagnation. Es ist das „Krebsgeschwür“ innerhalb perfekt organisierter kapitalistischer Strukturen. Stagnation zu ertragen ist bestimmt keine sinnvolle Tätigkeit, aber es ist eine Tätigkeit. Eine Arbeit. Eine verdammt anstrengende Arbeit, ohne Lohn oder Anerkennung.

Warum also nicht mal neues wagen. Die Digitalisierung beinhaltet die realistischen Möglichkeiten, die Geldgesellschaft in 100 Jahren vollständig zu überwinden. Wenn aber unser „Denken“ und unsere „Meinungen“ sich nur von den kleinkarierten Bedürfnissen Einzelner zu einer „demokratischen Mehrheit“ sammeln, bedienen wir weiter genau die Ursachen, die nicht nur zu Armut und Ausgrenzung führen, sondern im Stande sind diesen Planeten vollständig zu vergiften. So sehr vermüllen und vergiften, das die Wissenschaft längst in der Lage ist das Ende der Menschheit auf Datum und Uhrzeit zu bestimmen, wenn sich JETZT nichts ändert.

Jeder weiß im Kern, das die Haltung der gegenwärtigen Gesellschaft grundlegende Veränderungen benötigt. All das, was das Leben hindert zu Leben, hat unser Denken und Handeln verursacht. Ein Denken und Handeln was aus einem egoistischen Leistungsprinzip motiviert ist. Ein Denken und Handeln, wo das streben nach Gier zu den eigentlichen Werten gehört und das eigentlich „Menschliche“ als Schwäche interpretiert. Ein Denken und Handeln, dass Friedrich Merz in erschütternder Ehrlichkeit zu verkünden versteht.

Es ist daher unsere verdammte Menschseinspflicht damit anzufangen, die „Vergiftungen“ des Denkens von innen aufzuräumen. Wir retten die Welt nicht in dem wir die Welt retten. Wir retten die Welt, wenn wir unsere eigenen, individuellen Herzen retten vor allzu verblendeten Bildern. Ist das Geschehen, hat sich alle Kritik aufgelöst und das „bedingungslose Grundeinkommen“ wird als ein Schlüsselelement begriffen, echte Menscheitsprobleme zu überwinden. Es liegt an jedem Einzelnen. Die einen bringen sich ein, weil sie eine Arbeit haben und die anderen können sich wieder einbringen, weil sie ihre Arbeit schaffen. – Das Internet bietet jedem Einzelnen eine unfassbare Vielzahl an realistischen Möglichkeiten, die erst dann ihre Verfügbarkeit konkretisieren können, wenn die Gesellschaft in die Gesellschaft investiert, statt in die Industrien.

Ich denke die Welt braucht keine Karrieristen, super erfolgreiche Menschen und Superstars mehr, die Welt braucht JETZT den gegenwärtigen Moment jedes Einzelnen und dessen daraus folgenden Erkenntnisse, das wir ausschließlich gegen die unaufhaltsame Vergänglichkeit schuften, streiten und zerstören.

Zusammenfassend: möge Friedrich Merz gewinnen, damit wir lernen unseren Blick zu schärfen und zu realistischen Ideen kommen, wie wir ein „bedingungsloses Grundeinkommen für Alle“ professionell, seriös und finanzierbar organisieren. Friedrich Merz kann hier eine außerordentliche oppositionelle Konzentration fördern, hier wahrlich umsetzbare Ideen zu formulieren.

Das „bedingunslose Grundeinkommen für Alle“ ist die eigentliche Investition in eine digitale Zukunft.

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Das „bedingungslose Grundeinkommen“ bildet erst die Ursache einer digitalen Gesellschaft.

Mathahasy

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