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19. Juli 2019
Rauschgut – Zeitgeist & Infotainment
Startup Serien

Die Startup-Serie: In nur 1 Monat zum Erfolg – zweite Woche, zweites Kapitel

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Home Business Startup Woche Zwei: Schaffe die Grundlagen fürs Home-Office

Dieses ist der zweite Teil einer vierteiligen Reihe über die Gründung eines Home-Unternehmens in nur einem Monat. Wenn du die erste Woche verpasst hast, die sich um die Planung kümmert, kannst du sie dir im folgenden ansehen:

Die StartUp Serie: Innerhalb eines Monats Dein Homeoffice zum Erfolg führen. Erste Woche, erstes Kapitel.

Sobald Du Deine Forschung abgeschlossen hast, eine Unternehmensform für den Einstieg in die Welt des Unternehmertums gewählt hast und Deine Pläne erledigt sind, ist es an der Zeit, das Fundament zu legen. In dieser zweiten Woche kümmerst du dich um alle rechtlichen und organisatorischen Aufgaben, um dein Unternehmen zum Laufen zu bringen.

Tag 8: Aufbau deiner Unternehmensstruktur

Lass dich von diesem Schritt nicht abschrecken. Der Aufbau einer Unternehmensstruktur muss nicht schwer sein. Es gibt mehrere Strukturen, die du berücksichtigen kannst.

Einzelunternehmen: Eine Einzelunternehmung ist der schnellste, einfachste und billigste Weg um ein Unternehmen zu gründen. Es erfordert keinen Papierkram oder zusätzliche Kosten. In einer Einzelunternehmung gilt jedoch, dass du und dein Unternehmen als eine Einheit betrachtet werden die dein persönliches Vermögen (d.h. alle Deine privaten Dinge Zuhause) in Gefahr bringen kann, wenn du z.B. verklagt wirst.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (UG oder GmbH): Eine sicherere Geschäftsform ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die dein Unternehmen getrennt von dir gründet. Wenn du einen Anwalt beauftragst oder eine juristische Ressource verwendest (in der Regel ein Notar), kann es durchaus mehrere hundert Euro kosten, plus Einlage und die Gebühr, die das Bundesland verlangt, wo Du Dich anmelden möchtest. Informiere Dich hierzu und recherchiere ein wenig im Internet und wo in Deiner nächsten Umgebung oder Deiner Gemeinde die Möglichkeit besteht und ob Du alle Anforderungen, z.B. für eine Mini-GmbH erfüllst.

Partnerschaften: Wenn mehr als einer von Euch in das Geschäft involviert ist, solltest Du eine Partnerschaft aufbauen, die zwar durchaus teurer und aufwändiger sein kann, aber entscheidend ist für den Schutz aller beteiligten Partner.

Tag 9: Beschaffung der benötigten Genehmigungen und Lizenzen

Dieses ist ein weiterer der Bereiche, in denen sich viele Möchtegern-Unternehmerixe überwältigt fühlen und gerne verzetteln. Keiner Sorge es ist weder schwer noch kompliziert. Tatsächlich können heute die meisten dieser Dinge, wenn nicht sogar alle diese bürokratischen „Probleme“ online gelöst werden.

Es gibt mehrere Arten von Genehmigungen oder Lizenzen, die du möglicherweise benötigst, einschließlich:

Geschäftslizenzen und Gewerbeschein: Die offizielle Website deiner Gemeinde oder deines Landkreises enthält Informationen für Unternehmen, einschließlich Genehmigungen und Lizenzen (z.B. Gewerbeanmeldungen etc..). Wenn nicht, kannst du deine lokale Gemeinde oder das zuständige Kreisverwalrungsbüro anrufen oder besuchen, um Informationen und Details zu erhalten.

Umsatzsteuer-Erlaubnis: Wenn du materielle Güter (Sachen, die du in deiner Hand halten kannst) verkaufst in Verbindung mit der gesetzlichen Mehrwersteuer, musst du diese Mehrwertsteuer auf deine Gegenstände erheben und bezahlen. Informiere dich online bei der Steuerbehörde oder einem Steuerberaterbüro. Über Elster & Co ist es z.B. in Deutschland nur teilweise möglich, diese Dinge online zu erledigen.

Berufserlaubnis oder Lizenz: Je nachdem, welches Unternehmen Du leitest, benötigst Du möglicherweise eine Arbeitserlaubnis. Diese werden von Staaten geliefert, die bestimmte Unternehmen regulieren. Möglicherweise benötigst du eine Lizenz um eine Kindergarten-Tagesstätte außerhalb deines Wohnortes zu betreiben. Typische regulierte Unternehmen sind Tages- und Seniorenpflege, Finanzunternehmen, Pflegedienste (z.B. Friseure oder Tierpflege) sowie die Herstellung und der Verkauf von medizinischen Produkten, Lebensmitteln und Getränken (Gesundheitszeugnis erforderlich). Auf der Website Deiner Gemeinde und in zahlreichen „Gründer Blogs“ findest du Informationen über die Erfordernis von Lizenzen und Bedingungen.

Fiktive Namensaussage – Rechtsperson: Je nach Unternehmensform bist Du in der Lage, entweder nur mit Deinem Firmennamen aufzutreten oder ausschließlich als natürliche Person. Das hängt ganz von Deiner Unternehmensform ab. Bist Du ein ein „eingetragener Kaufmann“ oder Beteiligter einer Gesellschaft? Informiere Dich hie in der Kreisverwaltung Deiner Gemeinde unter welchen Namen Du Dein Gewerbe betreiben darfst.

Umsatzsteuer-ID und Identifikationsnummern des Arbeitgebers: Dies ist nicht in allen Geschäftsarten erforderlich, aber es ist kostenlos und kann helfen, dein Unternehmen von deinem Privatleben zu trennen. Wenn du Mitarbeiter hast, wirst du auf jeden Fall eine brauchen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, deine Geschäftsnummer anstelle deiner Sozialversicherungsnummer für deine geschäftsbezogenen Aktivitäten (z.B. Bestellungen etc) zu verwenden.

Geschäftsbankkonto: Sobald all dies eingerichtet ist, ist es an der Zeit, ein Geschäftskonto bei der Bank Deiner Wahl zu eröffnen. Selbst wenn du dein Geschäft als Einzelunternehmer führst, wünschst du dir ein separates Konto für das Geschäft. Das Finanzamt in München z.B. ist ein Verfechter des Umstands, persönliche und geschäftliche Gelder nicht zu vermischen. In der Regel brauchst Du zwei Konten: 1 Unternehmenskonto für Umsätze und Zahlungen und ein Umsatzsteuer/Steuerkonto, damit am Ende nichts durcheinandergerät.

Tag 10: Einrichtung deines Home Office einschließlich Rechnungsstellung, Rechnung, Geldmanagement usw.

Die Einrichtung deines Arbeitsplatzes kann Spaß machen. Achte nur darauf, dass du eine angemessene Beleuchtung, bequeme Möbel und die Werkzeuge und Ausrüstungen hast, die du brauchst um die Arbeit zu erledigen.

Neben der Einrichtung eines Arbeitsplatzes ist es notwendig, dass du deine Arbeitssysteme einrichtest, von denen eines der wichtigsten die Rechnungsstellung und das Debitorenbuch ist. Es gibt viele computergestützte und Online-Buchhaltungs-/Buchhaltungswerkzeuge die du verwenden kannst. Vergiss nicht, deine Zahlungsrichtlinien zu beachten, z.B. wenn die Zahlung fällig ist und etwaige Strafen für verspätete Zahlungen. Meine dringlichste Empfehlung für Unternehmen in Deutschland ist die Software: WISO-Mein Büro.

Tag 11: Erstellen von Logos, Flyern, Bizards, etc.

Sobald deine Struktur und deine Lizenzen vorhanden sind, bist du offiziell im Geschäft. Der nächste Schritt ist die Erstellung eines Unternehmensimages und die Zusammenstellung von Marketinginstrumenten zur Förderung deines Unternehmens. Wie dein Firmenname sollte auch dein Logo das Thema, den Ton und die Art deines Unternehmens repräsentieren. Es gibt mehrere kostenlose und kostengünstige Logo-Tools die dir helfen. Einmal erstellt, sollte es auf allen deinen Marketingmaterialien erscheinen, einschließlich Visitenkarten, Websites, Social Media usw.

Die Art der gedruckten Marketingmaterialien, die du erstellst, hängt stark von dem Geschäft ab, das du führst. Zumindest solltest du eine Visitenkarte haben. Sie sind billig und einfach zu verteilen. Andere gedruckte Marketingmaterialien, die du vielleicht in Betracht ziehen möchtest, sind Flyer und Broschüren.

Tag 12: Erstellung deiner Website

Selbst wenn dein Geschäft lokal ist, brauchst du unbedingt eine Website. Denke an das letzte Mal, als du dein Telefonbuch benutzt hast um Geschäftsinformationen zu finden. Die Chancen stehen gut, dass du stattdessen das Internet benutzt hast. Das gilt auch für deine potenziellen Kunden und Interessenten. Eine Website ist nicht nur eine Möglichkeit für diese dich zu finden, sondern die meisten Menschen recherchieren jetzt Unternehmen, bevor sie sie kontaktieren, was bedeutet, wenn du keine Online-Präsenz hast, können die Menschen nichts über dich erfahren.

Du bekommst tatsächlich zwei Tage um deine Website zu erstellen. Es klingt beängstigend, aber heute ist es einfacher denn je zu einer eigenen Homepage zu kommen. Wenn du schon Textverarbeitungsdokumente erstellen kannst, kannst du theoretisch eine Website erstellen. Die Werkzeuge sind vielfältig und vieles ist kostenlos.

Es gibt viele Möglichkeiten eine Website zu erstellen. Meine Empfehlung ist es, einen guten Hoster zu finden (wie z.B. Unistudio) wo Du die Domain bekommst und verwaltest (die du in der ersten Woche am sechsten Tag hättest kaufen sollen), der Webhosting-Service bereitgestellt wird und Du WordPress verwenden kannst um deine Website zu erstellen. Du kannst den Rahmen einer Website innerhalb weniger Stunden einrichten lassen oder selbst tätig werden. Kümmere Dich in aller erste Linie um die Inhalte. Erst danach geht es darum, das Aussehen mit Themen anzupassen und deine Geschäftsinformationen hinzuzufügen. Zumindest möchtest du Informationen darüber, was du tust und anbietest und wie ich mit dir Kontakt aufnehmen kann.

Tag 13: Fertigstellung deiner Website

Am Tag 12 hast du die Grundlage und einen ersten Entwurf deiner Website gelegt. Am zweiten Tag geht es darum, die Website zu verbessern, sie zu konkretisieren und sicherzustellen, dass alle benötigten Inhalte vorhanden sind und sie sich leicht navigieren lässt. Füge sogenannte Meta-Tags ein, damit Suchmaschinen Dich finden können. Da das Internet visueller ist denn je, gehören natürlich Bilder und Videos dazu.

Tag 14: Erstellung einer E-Mail-Liste mit Gratis-Angeboten

Zu viele Anfängerixe verschieben den Start einer E-Mail-Liste auf später. Das ist ein großer Fehler. Von allen Marketing-Aufgaben, die den Umsatz steigern können, ist die E-Mail-Liste nach wie vor die wichtigste. Also baue es von Anfang an auf.

Der erste Schritt bei der Einrichtung einer E-Mail-Liste ist die Entscheidung über dein kostenloses Angebot; was du verschenken sollst, wenn Leute dir ihren Namen und ihre E-Mail geben. Das einfachste Angebot ist ein Bericht. Gib einfach eine Anleitung oder einen Bericht ein, der etwas Wertvolles liefert, konvertiere ihn in PDF und lade ihn auf deinen Server hoch. Weitere Optionen sind Video-Tutorials und Beratungen.

Wenn dein kostenloses Angebot fertig ist, kannst du dich für einen Listendienst anmelden, der die Zustellung des Angebots sowie die Möglichkeit, andere E-Mails zu versenden, verwaltet. Listendienste kümmern sich auch um CAN-SPAM-Probleme und kündigen Anfragen. MailChimp ist für bis zu 2.000 Abonnenten kostenlos und daher eine beliebte Wahl. Andere Optionen für den E-Mail-Listenservice sind Aweber und Constant Contact.

Die Registrierung ist einfach und sobald du das getan hast, kannst du eine Liste erstellen, die Willkommens-E-Mails, den Link zu deinem Gratisartikel und mehr enthält. Füge die Anmeldung von deiner Website hinzu und kümmere dich dann gut um alle Personen, die deiner Liste beitreten.

Du hast es bis zum Ende der zweiten Woche geschafft. Du hast deine Geschäftsgrundlage geschaffen. In Woche drei beginnt die Vermarktung deines Unternehmens.

Bis dahin viel vergnügen. Kritik und Ergänzungen sind jederzeit willkommen.

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